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auf der Internetseite der Türkischen Gemeinde in der Metropolregion Nürnberg (TGMN)
Bekämpfung von Rassismus, Intoleranz und Diskriminierung in der Gesellschaft


Die TGMN auf dem Kongress der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa in Wien

                              

 

 

Abschluss der OSZE-Konferenz (von links): Eoin O’Leary, Botschafterin Irlands und Präsidentin der ständigen OSZE-Vertretung, Janez Lenarčič, Botschafter Sloweniens und ODIHR-Direktor.

 

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) veranstaltete unter dem Vorsitz Irlands zwischen dem 18. und 20. April 2012 in Wien ein Kongress zum Thema “Bekämpfung von Rassismus, Intoleranz und Diskriminierung in der Gesellschaft”. 25 ausgewählte Nichtregierungsorganisationen (NGO) aus OSZE-Ländern nahmen an den ersten beiden Tagen an einem Runden Tisch teil, um Empfehlungen zur Bekämpfung von Rassismus zu erarbeiten. Die Türkische Gemeinde in der Metropolregion Nürnberg (TGMN), vertreten durch das Vorstandsmitglied Aysun Yaþar, wies verstärkt auf den besorgniserregenden Zuwachs islamfeindlicher Äußerungen und Handlungen in Deutschland und Europa hin. In der Empfehlung des Runden Tisches wurde festgehalten, dass Sportereignisse viel intensiver für das gegenseitige Verständnis und die Gleichberechtigung in der Gesellschaft eingesetzt sowie menschenverachtende Handlungen und Äußerungen ausdrücklich verurteilt werden müssen.

 

 

 

NGO-Vertreter (von links nach rechts): Veysel Filiz (Cojep International), Aysun Yaþar (TGMN) und Alp Mehmet (Embargoed!)

Dem folgte am 19. und 20. April 2012 ein OSZE-Kongress mit Vertretern aus 38 Ländern, 59 Nichtregierungsorganisationen sowie 6 internationalen Einrichtungen. Botschafter Janez Lenarčič, Direktor des Büros für Demokratische Institutionen und Menschenrechte (ODIHR) betonte in seiner Eröffnungsrede, dass Vielfalt und Gleichberechtigung durch vorbildhafte Sportprogramme gefördert werden können. Eine besondere Herausforderung stelle hier das Erstarken rechter Parteien in Europa dar, die nationalistische und xenophobe Ideologien verbreiteten. Durch die andauernde Wirtschaftskrise und drastischer Kürzungen von Förderprogrammen würden negative Entwicklung verstärkt. Die OSZE-Länder seien bereits eine Fülle an Selbstverpflichtungen eingegangen, die sie jedoch nicht effektiv umsetzten. Daher seien diese Länder zunächst angehalten, ihre Verpflichtungen zur Bekämpfung von Rassismus, Intoleranz und Diskriminierung in der Gesellschaft erneut in den Blick zu nehmen und einzuhalten. 

Die TGMN ruft Vertreter des deutschen Staates dazu auf, ihre im Rahmen der OSZE-Bindung eingegangenen Verpflichtungen erneut in den Blick zu nehmen. Zur Bekämpfung von Rassismus, Intoleranz und Diskriminierung müssen mittels transparenter und offener Verfahren verlässliche Statistiken in den Bereichen Sport, Bildung und Arbeitsmarkt erhoben werden. Sowohl staatliche als auch unabhängige Einrichtungen sollen hierzu aufgefordert und in ihrer Arbeit gefördert werden. Erst auf der Basis von verlässlichen Daten kann die Lage zu Rassismus, Intoleranz und Diskriminierung in der Gesellschaft wissenschaftlich bewertet und entsprechende Programme zur Prävention und Bekämpfung xenophober Handlungen und Äußerungen in unserer Gesellschaft entwickelt werden. Als ein Vertreter türkischer und türkischsstämmiger Menschen in Deutschland hat die TGMN ein besonderes Interesse daran, zu erfahren, wieviel Prozent xenophober Fälle im Bereich Sport, Bildung und Arbeitsmarkt die muslimische Bevölkerung Deutschlands direkt betreffen. 

Die TGMN ist, wie an ihrer Partizipation an Konferenzen der OSZE deutlich, gerne bereit, ihrer Verantwortung für ein verständiges, faires und friedvolles Miteinander in unserer Gesellschaft in Deutschland und Europa nachzukommen.

 

Der Bericht wurde verfasst von Dr. Aysun Yaþar, Vorstandsmitglied der TGMN,

www.tgmn.de, www.aysun-yasar.de



 
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