auf der Internetseite der Türkischen Gemeinde in der Metropolregion Nürnberg (TGMN)
|
Die TGMN auf dem Kongress der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa
Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) veranstaltete am 28. Oktober 2011 in Wien ein Kongress zum Thema “Intoleranz und Diskriminierung gegen Muslime in öffentlichen Diskursen”. Der Kongress setzte sich aus drei Sitzungen zusammen, die die Manifestierung anti-muslimischer Vorurteile in öffentlichen Diskursen, deren Auswirkungen und die Erarbeitung effektiver Instrumente zu deren Bekämpfung als Thema hatten. Evaldas Ignatavicius, Botschafter und stellvertretender Außenmininister Litauens, dankte für die Finanzierung des Kongresses durch Österreich, der Türkei und die USA. Es waren 38 OSZE-Delegierte und 47 Nichtregierungsorganisationen für den Kongress registriert. Deutschland wurde durch den Delegierten Dr. Uwe Petry vertreten. Dr. Sabine Schiffer vertrat das Institut für Medienverantwortung und referierte zum Einfluss des anti-muslimischen Diskurses. Die Bürgerbewegung PAX EUROPA war durch Elisabeth Sabaditsch-Wolff vertreten, die die Existenz von Islamophobie abstreitete. Es ist interessant, dass PAX EUROPA auf ihrer Homepage (http://www.buergerbewegung-paxeuropa.de/verein/index.php; 07.11.2011) erklärt, dass ihr Ziel darin bestünde, die Islamisierung Europas zu verhindern. Die Türkische Gemeinde in der Metropolregion Nürnberg TGMN) wurde durch das Vorstandsmitglied Aysun Yaþar vertreten. Aus Deutschland nahmen lediglich 3 Nichtregierungsorganisationen am Kongress teil. Die TGMN war somit die einzige Organisation aus Deutschland, die (türkische) Muslime vertrat. In Deutschland leben rund 4 Millionen (davon 2,5 türkischstämmige) Muslime. Es ist verwunderlich, dass das Thema Islamophobie so wenig Beachtung bei sowohl Verteretern muslimischer Verbände als auch Menschenrechtsorganisationen in Deutschland fand, obgleich die Statistiken von einer Zunahme islamophober Diskurse und Handlungen sprechen. Der Kongress in Wien bot eine gute Plattform, um mit Organisationen von Muslimen, Menschenrechtsorganisationen sowie staatlichen Vertretern auf europäischer Ebene Erfahrungen auszutauschen und über mögliche Präventionsmaßnahmen zu sprechen. Die Teilnehmer forderten Vertreter europäischer Staaten dazu auf, Verantwortung zu übernehmen und Islamophobie mit entsprechenden Mitteln zu bekämpfen. Dieses Thema sollte ohne Zweifel zu den Kernthemen gehören, die auf der Deutschen Islam Konferenz behandelt werden. Es wird sich zeigen, ob Vertreter des deutschen Staates diesem wichtigem Diskurs mehr Beachtung schenken und dem Appell der OSZE folgen werden. Die TGMN wird diesbezügliche Entwicklungen mit großem Interesse verfolgen. Der Bericht wurde verfasst von: Aysun Yaþar, Vorstandsmitglied der TGMN, www.tgmn.de - www.aysun-yasar.de |
Aktuell
16.11.2011
TÜRKISCHE GEMEINDE IST NICHT GLEICH TÜRKISCHE GEMEINDE „Doppelt hält besser“ lautet ein deutsches Sprichwort, das auch Türken offenbar nicht fremd ist: 14 Vereine, die aus der „Türkischen Gemeinde in der Metropolregion Nürnberg“ (TGMN) ausgetreten waren, haben sich zu einem eigenen Dachverband zusammengeschlossen. ...weiterlesen 28.04.2011 KOMMUNALES WAHLRECHT RÜCKT NÄHER! Die Unterschriftskampagne um die EINFÜHRUNG DES KOMMUNALEN WAHLRECHTS FÜR ALLE hat einen Teilerfolg: SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke legten jeweils Gesetzesentwürfe zur Einführung des kommunales Wahlrechts für Drittstaatenangehörige vor. ...weiterlesen 02.02.2010 Presseerklärung des TGMN-Sprechers zum Schweizer Volksentscheid für das Minarettverbot: NACH DER VOLKSABSTIMMUNG IN DER SCHWEIZ: DIE BEKÄMPFUNG DER INTOLERANZ, DES RASSISMUS UND DER FREMDENFEINDLICHKEIT MUSS HÖCHSTE PRIORITÄT HABEN! ...weiterlesen |